Der Fluß der Gedanken |
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Für viele, wenn sie Zazen machen, sind die Gedanken ein Problem. Sie haben davon gehört, dass es darum geht, die Gedanken zur Stille kommen zu lassen oder ihnen keine Aufmerksamkeit zu schenken – oder gar dass, wenn man sitzt, man nicht denken soll. Vieles davon ist irreführend. Wir sprechen ja auch oft von einem Gedankenstrom – der Strom der Gedanken, der nicht so nachlässt, wie wir das gerne hätten: Vergleicht den Fluss der Gedanken mit einem tatsächlichen Fluss. Eine alte Zen-Anleitung zum Zazen ist: Kehre zurück zum Ursprung eines Gedankens. In unserer heutigen intellektuell sehr versierten Zeit wird das gerne interpretiert als „darüber sinnieren, wo denn der Gedanke herkommt“. Aber das ist nur das Hinzufügen von tausend anderen Gedanken. Nein, stellt euch den Gedankenfluss vor wie ein Fluss. (Und) Ihr kehrt zurück, ihr wandert den Fluss der Gedanken entlang zurück. Ihr schaut nicht wie das Wasser weiter fließt, sondern ihr geht den Flusslauf entlang. (Und) Irgendwann kommt ihr an einen Platz, wo der Fluss gar nicht mehr so breit ist, wo er nur ein Bach ist. (Und) Wenn ihr weitergeht ist es nur noch ein Bächlein. (Und) Irgendwann kommt ihr zur Quelle. Das ist meist oben in den Bergen – abgelegen, einfach. Der Berg. Die Wolken. Was nicht bedeutet, dass der Fluss aufgehört hat zu fließen. Nein, aber wir treiben nicht wie ein Bötchen im Strom des Flusses, sondern wir gehen zurück zur Quelle, während das Wasser weiter fließt. Und ein Stück hinter der Quelle verweilen wir. |
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